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Sparte Inline Skating: Wettbewerbe


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Ergebnisse:

Platz

AK

Startnr.

Name

AK

Verein

Brutto

Netto

681

126

4370

Haas, Thomas (GER)

30

BSG LVermA NRW

01:56:53

1:56:34

248

95

5729

Haas, Stephanie (GER)

30

BSG LVermA NRW

01:56:53

1:56:35

249

96

4368

Rönfeld, Janine (GER)

30

BSG LVermA NRW

01:56:53

1:56:35

 

Alle Jahre wieder ....

Autor: Stephanie und Thomas Haas, sowie Janine Rönfeld

Auch dieses Jahr waren wir wieder mit dabei, leider ohne Bernd, der aus gesundheitlichen Gründen passen musste. Somit haben wir ( Steffi, Janine und Thomas) uns am Samstag, den 31.05.08 um 13:30 Uhr von Remagen auf den Weg nach Koblenz gemacht, um die Startunterlagen und üblichen Präsente (Erdinger-alkoholfrei-Glas mit Strecke) am Koblenzer Schloss auf der Marathonmesse abzuholen. Bis zu diesem Zeitpunkt waren wir noch der festen Meinung, dass es mit dem Start um 18:00 Uhr in Oberwesel bzw. dem Marathon nichts wird. Grund hierfür war das ziemlich schlechte Wetter, Regen in allen Facetten mal normaler Landregen dann wieder starker Platzregen zwischendurch ein paar kleine Gewitter, -es war ziemlich nass-. Kurz gesagt, schlechte Voraussetzungen für einen guten Marathonlauf auf Inlinern!

Im Schloss angekommen hatten wir recht schnell unsere Unterlagen in der Hand und bekamen zusätzlich noch Bahntickets für die Rückfahrt von Oberwesel nach Koblenz ausgehändigt, um bei Nicht-Start wegen Regens auch ohne Skates zurück zukommen. Deshalb entschlossen wir uns, auf jeden Fall nach Oberwesel zu fahren, um dort zu entscheiden, ob wir starten oder nicht.
Steffi hatte auch schon die Sonne entdeckt (es war ein bisschen heller geworden) und war im Gegensatz zu Janine guter Dinge.

So fuhren wir erst einmal zum  Parkplatz unter der Kurt-Schumacher-Brücke, um wie in jedem Jahr die letzten Vorbereitungen zu treffen und anschließend mit dem Shuttle-Bus zum Bahnhof gebracht zu werden.       Zwischenzeitlich hatte es aufgehört zu regnen, aber die Straßen waren natürlich noch nass. Wir entschlossen uns, die Wettkampf-Rollen von den Inlinern gegen unsere Trainingsrollen zu tauschen, um nicht die guten Lager durch die Nässe zu beschädigen. Selbst bei trockener Straße wäre ein Regenschauer unserer Meinung nach immer noch möglich gewesen. Die Holländer neben uns handelten ebenso, so dass wir uns in unserer Meinung gestärkt fühlten. Wir „schmissen uns noch in Schale“ und gegen 15:30 Uhr fuhren wir mit dem Bus Richtung Bahnhof. Natürlich musterten wir schon mal die Konkurrenz im Bus und Bahnhof und versuchten uns Startnummern zu merken, um zu schauen wie schnell denn der „Bierbauch  auf 5-Rollern oder die Dame auf Aldi-Skates“ sein würden.

Pünktlich um 16:26 Uhr fuhr unser Sonderzug mit allen Skatern an Bord in Richtung Oberwesel. Zu erwähnen wären noch die beiden athletischen Herren, die auf dem Vierer-Sitz diagonal hinter uns saßen. Einer kam mit einem Trolli und der Andere mit einem großen Rucksack in die Bahn. Beide hatten Rennanzüge von Rollerblade an, sprachen kein Deutsch und sahen recht schnell aus. Für Thomas war nur interessant wie oft die Beiden Ihre Rollen wechselten. Von Regenreifen auf eine Kombination von zwei Regenreifen und zwei Rennreifen auf später nur Rennreifen. Denn aus der Bahn konnte man erkennen, dass die Bundesstraße, auf der wir später fahren sollten immer mehr abtrocknete. Janine und Thomas bedauerten ein wenig Ihre Entscheidung, die Reifen gewechselt zu haben, aber es half ja nichts. Und wir dachten uns, dass es ja besser sei mit Trainingsreifen auf trockenem Asphalt zu fahren, als mit unseren Rennreifen auf nassem Untergrund. Kommen wir noch einmal auf die beiden Herren zurück. Für Steffi und Janine lag das Interesse nicht bei deren Sportgeräten, sondern eher beim Wechsel der Sportbekleidung der Beiden.

Gegen 17:00 Uhr kamen wir bei strahlendem Sonnenschein (Niemand hätte das gedacht!) in Oberwesel an und liefen zum Startbereich. Thomas erfuhr noch von einem Mitstreiter, dass die Regenreifen pro Satz 100 € auf der Marathonmesse gekostet hatten und die Händler wohl einen guten Umsatz damit gemacht hätten. Aber für viele Skater waren diese nun unbrauchbar und so  wechselten im Startbereich einige Skater nochmals Ihre Rollen. Wir suchten uns ein gutes Plätzchen zum Anlegen der Schoner und der Skates und liefen uns dann schon mal in Richtung Koblenz warm. Die Strecke war wirklich schon ganz abgetrocknet. Natürlich wurden auch noch die blauen Häuschen aufgesucht, um kein überflüssiges Gramm mitnehmen zu müssen.

Der Start des Inlinermarathons war für 18:00 Uhr geplant. Zehn Minuten vor dem Start standen wir Drei im Startblock Vier der Block für die Skater, die laut  Organisator, „den meisten Spaß haben“, trotzdem stieg die Nervosität und Janine hatte gerade gar keinen Spass mehr am Marathon.
Kurz vor dem Startschuss gab Thomas noch seine Wunschzeit mit unter zwei Stunden bekannt – schaun' mer mal.  
In der Reihenfolge Janine – Steffi – Thomas ging es bei trockenem und warmen Wetter auf die 42,195 km. Auf den ersten Kilometern mussten wir uns wieder durch das „Anfangsgewusel“ durchwühlen. Wir versuchten unseren eigenen Rhythmus, unabhängig von den anderen Skatern rechts und links, zu finden, was aber schwierig bei so vielen Leuten war.
Natürlich gab es auf der Strecke die üblichen Probleme bzw. Behinderungen durch überholende Skater, die kurz vor einem einscherten und dabei vergaßen auf den in ihren Windschatten fahrenden Lindwurm zu achten.
Trotz alle dem schafften wir es auf der Strecke zu bleiben und das erste Schild mit der Kilometerangabe 10 „raste“ an uns vorbei und wir waren noch sehr gut drauf!
In Boppard hatten wir Halbzeit und Thomas stellte fest, dass wir nicht all zu langsam unterwegs waren. Eine Uhr hatte übrigens keiner von uns mit, die hatten wir vor lauter Regenchaos vergessen.
Die Verpflegung war wie immer gut, aber während des Laufs ließ sich Thomas nur einmal eine Banane schmecken, denn Wasser hatten wir selbst im Überfluss mit. Zu den neuesten Errungenschaften von uns gehörten nämlich diverse Trinkrucksäcke mit bis zu drei Litern Fassungsvermögen, mit denen man wahrscheinlich sogar die doppelte Marathondistanz schafft.
Irgendwann bei ca. 30 km kam das allseits beliebte Kopfsteinpflaster. Jeder von uns Dreien fuhr sein Tempo und als wir uns danach wieder formierten, stellte Janine fest, dass Thomas' Schnürbändel aus den Skates gefallen waren. Um nicht darüber zu fallen, stopfte Thomas die Bändel kurzer Hand wieder zurück. Dieser Vorfall sollte später noch Bedeutung haben!
Das letzte Stück der Strecke hatte es, wie immer, in sich. Viele kurze Anstiege verlangen einem nochmal alles ab. Genau an diesen „Bergen“ merkten wir genau wie schlecht wir vorbereitet waren. Der Marathon rollte sich im letzten Jahr wesentlich besser.

Als der Teufelslappen (letzter Kilometer) auftauchte, wurden noch einmal die letzten Reserven mobilisiert und so schaffte es keiner uns auf den letzten Metern bis zum Ziel zu überholen.
Im Ziel haben wir gleich einen unserer Mitskater nach der Uhrzeit gefragt, um unsere Zielzeit zumindest ungefähr zu ermitteln.
Und es sah so aus, als hätten wir Thomas' Wunschzeit erreicht.

Wir rollten vom Ziel in Richtung Deutsches Eck, wo wir die Medaille erhielten und unsere Energiereserven wieder auffüllen konnten.
Als wir unsere Kleidungssäcke abholten stellte Thomas fest, dass sein Zeitmesschip nicht mehr an den Skates war. Er musste verloren gegangen sein, bloß wo und gibt es überhaupt eine Wertung?
Am nächsten Morgen standen die Zeiten von Janine und Steffi fest, nur die von Thomas fehlte, damit war klar dass der Chip vor dem Ziel verloren wurde. Da kommt das Schnürband wieder ins Spiel, welches in Rhens zusammen mit dem Chip aus der Tasche gefallen sein musste.
Nach einer Anfrage von Thomas bei der MiMa-Organisation, meldete sich eine ehrliche Finderin aus Rhens, die den Chip vor dem Rathaus gefunden hatte.
Somit  bekam Thomas doch noch eine Wertung und sogar den Chip zurück.

Trotz keiner neuen Bestzeit in diesem Jahr, hat es viel Spaß gemacht und 2009 sind wir wieder dabei mit hoffentlich etwas mehr Trainingsvorbereitung.

 

 


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Ergebnisse:

Platz

AK

Startnr.

Name

AK

Verein

Brutto

Netto

225

(88)

4187

Rönfeld, Janine (GER)

30

BSG LVermA NRW

1:40:35

1:39:16

815

(217)

4185

Haas, Thomas (GER)

30

BSG LVermA NRW

1:40:34

1:39:14

819
(329)
4184
Wüstlich, Bernd (GER)

40

BSG LVermA NRW
1:40:34
1:39:14

Video-Download

 

Der Mittelrhein ruft, und wir rollen...

Autor: Bernd Wüstlich

So, da bin ich mal wieder. Jaaa, in letzter Zeit (genauer: seit Saisoneröffnung am 29. März) ist nicht viel los gewesen, außer vielleicht dass wir wie die Wilden trainiert haben, um beim MRM (oder noch insidiger MM, also Mittelrhein-Marathon) eine möglichst gute Figur abzugeben, schließlich haben wir ja einen Ruf zu verlieren (welchen auch immer...).

Vorab folgendes zum Renntag: Die Veranstalter hatten meinen Vorjahresbericht aufmerksam gelesen und von vorne herein alles geändert, was mir beim letzten Marathon unangenehm aufgestoßen war: Erstens haben sie das Rennen komplett um einen Tag verschoben, um meinen morgendlichen „Anlaufschwierigkeiten“ keine Chance zu geben, und zweitens haben sie die letzten beiden Kurven rigoros gestrichen, weil ich vor allem die erste davon in unliebsamer Erinnerung behalten hatte (zu viel Kurve, zu wenig Asphalt, ihr erinnert euch?). Um es noch deutlicher zu sagen: Die haben mir einfach alle Ausreden, die ich letztes Jahr hatte, in Grund und Boden verbessert ... einfach gemein!

Soweit, so gut, kommen wir also zum Kern: Wir sind mit dem Auto nach Koblenz zur Rhein-Mosel-Halle, haben dort unsere Nummern bekommen, sind mit dem Auto zum Parkplatz, von dort mit dem Shuttle-Bus zum Bahnhof, mit dem Zug nach Oberwesel, zu Fuß zum Start, auf den Skates wieder nach Koblenz, mit dem Shuttle-Bus zum Parkplatz und dann wieder mit dem Auto heim. Fertig!

Zu schnell? Wir waren so schnell!!!

Na gut, dann noch mal für die Langsameren zum Mitschreiben:

Der Rennstart war für 18 Uhr angesetzt, und nach einigem Hin- und Hersimulieren haben wir uns darauf geeinigt, dass ich um 12.30 Uhr zu Hause abgeholt werden sollte (Teamchef sein ist schön!). Da wir aufgrund ständig gewachsener mentaler Professionalität (heißt: wir wussten schon, was kommt...) dieses Mal einen unabhängigen neutralen Berichterstatter (Danke Markus!) dabei hatten, waren wir also zu fünft (nicht wirklich, aber dazu später mehr), es war also reichlich eng im Auto, was mich aber nicht wirklich störte, da ich ja bei den Damen hinten saß (siehe 4 Klammern früher!).

Los ging es also zur Marathon-Messe, um die Startunterlagen (Sebamed-Pröbchen, Erdinger Alkoholfrei, ein dubioses Pülverchen und ca. zwölfeinhalb Kilo Reklamepapier) zu empfangen und am Trouble-Desk Steffis Teilnahme zu stornieren. Ich sag’ euch, Trouble-Desk war exakt die richtige Bezeichnung: 1 Tisch, ein völlig überlasteter Trouble Shooter und unzählige große und kleine Problemchen. Eine halbe Stunde später war dann doch alles geklärt, und da Thomas mit seinem Charme die Dame hinter dem Abgabetisch dermaßen aus dem Häuschen brachte, dass sie nicht mal seinen Gutschein entwertete, kam Steffi auch noch zu einem Funktions-T-Shirt (nein, nicht von DIESER Firma, T-Shirt ist keine Magenta-Marke!). Ach so, jetzt sollte ich vielleicht doch noch kurz erklären, warum Steffi stornieren musste. Das hatte hauptsächlich 2 Gründe: Erstens hätte sie die doppelte Startgebühr zahlen müssen (+ Nachmeldegebühr!) und zweitens war einfach nicht zu klären, wo denn nun die zweite Startnummer anzubringen wäre (Jungs, fragt die Mädels, die haben’s schon geschnallt!). Fazit: Herzlichen Glückwunsch noch mal an Steffi und Thomas!!!

Mit den gesammelten Tipps und Wünschen der gesamten Sport- und Ernährungsindustrie und diversen bunten Hinweisen auf die nächsten 739 Lauf- und Rollveranstaltungen machten wir uns nun auf zum Parkplatz, um uns dort in Schale zu werfen und dann mit dem Shuttle-Bus pünktlich um 16.26 Uhr den Sonderzug nach Oberwesel zu erwischen. So standen wir also bestens vorbereitet um 14.37 Uhr an der Bushaltestelle zusammen mit ca. 15 anderen Skatern und ließen einen Bus nach dem anderen passieren, weil uns partout keiner zum Bahnhof fahren wollte. Nach und nach kam dann raus, dass erstens der Shuttle-Betrieb erst ab 15.00 Uhr beginnt und zweites der erste Bus zum Bahnhof erst um 15.30 fahren würde. Ich nutzte also die Zeit, um dieses seltsame Brausepulver aus dem unendlichen Fundus meines Kleiderbeutels zu probieren und relativ stark zu dezimieren (ich schwöre: nur mit der Zunge, nicht durch die Nase!).

Irgendwann (viel) später kamen wir dann am Bahnhof an, konnten den sinnlichen Rundungen des großen „M“ nicht widerstehen, und ein kleines Brötchen später standen wir in der Bahnhofshalle und diskutierten ausführlich darüber, wie es möglich wäre, in der gleichen Minute zwei Züge in verschiedene Richtungen vom gleichen Gleis abfahren zu lassen (so stand es auf der Anzeige). Diverse Dopingversuche wie Janines Schoko-Brötchen, Steffis Pizza-Stück (moment, die fährt doch gar nicht mit?!?) und mein Brausepulver später saßen wir dann im richtigen Zug, winkten Steffi und Markus brav zu und mussten die nächste halbe Stunde erkennen, dass der Rückweg nach Koblenz doch „ziemlich lang“ werden würde...

Nun denn, in Oberwesel angekommen stellten wir fest, dass dieser Bahnhof nicht wirklich für die spontane Abfertigung von 1960 Skatern konzipiert war, und schon 20 Minuten später konnten wir uns ein lauschiges Plätzchen suchen, um Schutzkleidung und Arbeitsgerät anzulegen. Schnell noch die Kleiderbeutelchen am Lkw abgegeben und dann warmlaufen. Warum dort auf der B9 zu dieser Zeit noch Autos fuhren, war nicht ganz nachvollziehbar, es war allerdings auch hinter dem Start, und die Autofahrer waren sehr rücksichtsvoll (logisch, sie waren ja hoffnungslos in der Unterzahl...). Wenn ich bis hier hin, also quasi vor dem Start, noch kein Wort über Kurztrips in diverse Gebüsche oder wunderhübsche blaue Einmannhäuschen verloren habe, liegt das daran, dass es über dieses Thema REIN GAR NICHTS zu berichten gibt, ich glaube, ich muss Thomas mal zum Arzt schicken, das ist doch nicht normal...

Zur Startaufstellung: Obwohl wir uns zeitig in das Starterfeld einsortierten war es kaum möglich, sich im zu unserer Fabelzeit vom letzten Jahr passenden Startabschnitt aufzubauen, da die mit Kreide aufgemalten Zeitabschnitte natürlich wegen der zahlreichen Konkurrenz nicht mehr zu lesen waren, ich glaube, wir standen uns irgendwo bei „unter 2 Stunden“ die Beine in den Bauch und keiner musste noch mal wohin (s.o.). Dann kam der Countdown für die weiblichen Profis, wir durften noch mal ein Stück aufrücken und schon ging’s auch für uns im Gänsemarsch über die Zeitnahmematten, von links hörte ich aus der Technik noch: „Jetzt sind schon über 1200 drüber ... 30 ... 40 ...“, und dann war nur noch Gewühl, wir mittendrin (nicht nur dabei!), Janine vorneweg wie geplant, dann Thomas und natürlich ich als Schlusslicht.

Das Gewühl hielt sich diesmal hartnäckig, wir hatten keine Chance, aus der Straßenmitte heraus an den Rand zu kommen und da ein wenig zu überholen, das war letztes Jahr viel einfacher. Irgendwann hatten wir uns dann einigermaßen einsortiert und dann übernahm Thomas die Führung, ich klebte möglichst dicht dran und Janine saß, nein, fuhr mir im Nacken. Jetzt könnte ich aufhören zu berichten, denn geändert hat sich eigentlich nichts mehr, Thomas kachelte durch den Marathon und wir hatten die Ehre, mitfahren zu dürfen. Aber ein paar unwesentliche Details am Rande kann ich schon noch erzählen, wie zum Beispiel mein unerwarteter Einbruch ab km 10, als der Sauerstoff um mich herum urplötzlich zu der Ansicht kam, sich nicht weiter um meinen Körper kümmern zu müssen, was sich in heftigen Seitenstichen (in Fahrtrichtung links) und hektischem Hecheln äußerte, kurz, mir ging’s dreckig und Thomas drohte davonzufahren.

Aber zum Glück hat Thomas mein leises Wimmern registriert und befahl, mich „einzuklinken“, was dann so aussah, dass er sich Zeige- und Mittelfinger meiner rechten Hand mit der linken und meinen kleinen Finger mit der rechtem Hand nahm und seinen leicht torkelnden Teamchef über die Strecke zog, während er ständig versuchte, eben diese meine rechte Hand in der Mitte zu zerteilen, was den Vorteil hatte, dass ich mich nur noch auf den Schmerz in meinem kleinen Finger zu konzentrieren brauchte und darüber auch die Seitenstiche zur Nebensache wurden.

Ein paar Kilometer weiter hatte ich mich dank meiner überragenden Körperbeherrschung wieder soweit im Griff, dass ich wieder aktiv, wenn auch weiterhin in Position 2, mitfahren konnte, und wir uns zunehmend über zwei größere „Einteiler“-Gruppen aufregten, die uns irgendwie ständig überholten, dabei immer nett ein wenig abdrängten, dann wieder zurückfielen, nur um wiederum unter ständigem quengeligen „Vorsicht, links! Vorsicht, links!“ an uns vorbeizuklimmen. Irgendwann hatte unser „Zugpferd“ genug davon, wartete das obligatorische „Vorsicht, links! Vorsicht, links!“ ab und erhöhte dann ohne Rücksicht auf Verluste (meine zum Beispiel) das Tempo und ließ die Einteiler-Truppe unter ungläubigem Gemurmel einfach links verhungern, worauf ich nur noch aus tiefstem Herzen „Thomas, du bist ein Tier“ hervorbrachte.

Irgendwann kam dann auch die verabredete SMS, dass sich unsere Crew für die Hochglanzfotos etwa bei km 40,5 positioniert hatte, und ich widerstand der Versuchung, lauthals „Verkaufen! Alles Verkaufen!“ in’s Handy zu brüllen, um unsere Konkurrenz (siehe Einteiler) zu verwirren. Also Handy einpacken und weiter.

Die schon bekannten Streckenschikanen (die Unterführung in Spay, die Kopfstein-City von Rhens und die letzten Wellen bis nach Koblenz) ließen uns dann auch ziemlich kalt, wobei wir in Rhens wieder das sagenhafte Glück hatten, dass uns vor dem Kopfsteinpflaster eine Truppe die ganze Strecke zugeparkt hatte, so dass (natürlich) ich als einziger kamikazemäßig die seltenen Lücken ausnutzen konnte und wir etwas auseinander gerissen wurden, was sich aber auf dem glatten Asphalt dahinter schnell wieder korrigieren ließ. Mein zaghafter Vorschlag, nun doch auch mal ein bisschen Führungsarbeit zu übernehmen (man will ja das Gesicht nicht völlig verlieren), wurde kurzerhand ignoriert und Thomas versuchte weiterhin, mir zwei rechte Hände zu verpassen. So fuhren wir nach Koblenz ein, wo wir von zweieinhalb enthusiastischen Fans frenetisch bejubelt den Zieleinlauf in Angriff nahmen.

Zieleinlauf heißt in dem Fall, die völlig vergessene Unterführung vor dem Koblenzer Schloss mit flatternden Skates hinunterzuknallen und den Schwung als kleinen Endspurt wieder hinauf und durchs Ziel mitzunehmen. Mangels kommunikativer Fähigkeiten unseres Zugpferdes verpasste Janine den Spurtstart, fiel etwas ab und musste 2 Sekunden Differenz einstecken, was bei Sportlern unserer Klasse natürlich Welten sind...

Im verlängerten Zielauslauf durfte ich noch mal wehmütig meine persönliche Spezialkurve durchrollen, und Ewigkeiten später kam dann auch die Fressmeile in Sicht, Thomas hatte auf einmal einen Nudelteller in der Hand, unsere Fans trafen gerade rechtzeitig ein, damit wir vor dem drohenden Unwetter flüchten konnten. Mit den ersten Regentropfen konnten wir den Shuttle-Bus entern, der uns dann auch trocken auf (nicht an) dem Parkplatz unter der Kurt-Schumacher-Brücke absetzte, ein spezieller Service des Busfahrers. Abschließend gab es noch den obligatorischen Sieger-Foto-Termin, aus o.g. Gründen direkt unter Brücke.

Mein Fazit: „Lieber ’ne halbe Banane vorher (Sorry Janine) als ’n Pfund nicht aufgelöstes Brausepulver!“ Aber trotz leichten Einbrüchen wieder ein Erlebnis, an das man gerne zurückdenkt, großen Dank an das Rennteam und die Crew! Ach ja, Zeiten hatten wir auch, aber die stehen ja wieder oben in der Tabelle.

 


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Ergebnisse:

Platz

AK

Startnr.

Name

AK

Verein

Halb

Brutto

Netto

676 v. 1338

(62) v. 130

S2250

Haas, Thomas

HK

BSG LVermA NRW

00:54:02

01:49:10

1:48:39

675 v. 1338

(279) v. 522

S2251

Wüstlich, Bernd

40

BSG LVermA NRW

00:54:01

01:49:10

1:48:38

... weitere Bilder

 

Wie’s wirklich war ... in Colonia

Autor: Bernd Wüstlich

So, da bin ich mal wieder. Nachdem das Event verdaut ist nun ein paar Eindrücke zu unserem ersten Stadtmarathon. Vorbereitet waren wir ja prima, nicht unbedingt physisch, aber mental bis in die Haarspitzen, tagelang habe ich die Bilderserie mit den gefährlichen Streckenabschnitten verinnerlicht, die von der Homepage zum Download angeboten wurde (nur nicht bange machen!).

Jetzt zum Tag X: Morgens früh (nicht mitten in der Nacht, aber früh!) um 6:50Uhr aus der Koje gepellt, zum Fernseher geschleppt und Formel 1 Start geschaut (die einzigen, die schneller sind als wir), ein Schälchen Cornflakes (stand ‚Fitness’ drauf) eingeworfen, wohl vorbereitete Ausrüstung ins Auto gepackt und ab zu Steffi und Thomas (überpünktlich). Nach der freundlichen Begrüßung (O-Ton Steffi: „Der war schon fünf mal für kleine Jungs“) den Prüll umgeladen und ab zum Bahnhof Mehlem, ab da galt ja die Freifahrt in’s schöne Köln. Ach ja, frisch war’s, ziemlich frisch, das Thermometer im Auto zeigte 7 (in Worten: sieben!) übersichtliche Grad Celsius an. So richtig was zum wach werden, habe ich aber geflissentlich ignoriert. Am Bahnhof angekommen musste jemand noch mal ganz kurz hinter die Büsche, dann schnell auf den Bahnsteig und festgestellt, dass wir eine viertel Stunde zu früh für den angepeilten Regionalexpress waren (immer noch 7°). Nach kurzer Abstimmung haben wir dann das Gleis gewechselt und die bereitstehende Regionalbahn (innen mind. 24°) geentert, die auch kurz darauf losfuhr. Das war dann der Moment (natürlich), in dem ich bemerkte, dass ich meine Sonnenbrille vergessen hatte und Thomas feststellte, dass seine auch im Auto liege, und seine Trinkflasche auch (ein Hoch auf unsere Professionalität) ...

In Deutz angekommen musste erst mal ein neues Fläschchen besorgt werden und dann musste jemand mal dringend ‚wohin’ (kein Kommentar), ich fühlte mich wohl bei mind. 13° in der Sonne auf dem Bahnhofsvorplatz, und als Thomas wieder kam hatte er schon den ersten Fanartikel ergattert: „Du schaffst es, Bernd!“ stand unter dem Achtung-Schild mit der springenden Raubkatze drauf (nein, kein Jaguar). Genau, Humor ist, wenn man trotzdem lacht...

Dann haben wir uns ein sonniges Plätzchen gesucht und uns ‚rennfertig’ gemacht. Da Steffi unsere Klamotten übernahm hatten wir es auch nicht nötig, die Kleiderbeutel abzugeben (Luxus pur!), hatten also reichlich Zeit, uns einzurollen und noch das eine oder andere blaue Einpersonenhäuschen mit hellgrauem Dach zu inspizieren, bis es dann Zeit wurde, sich in den vorbestimmten Starterblock (Farbe: schwarz, völlig unpassend zum Wetter und zur allgemeinen Stimmung) einzusortieren. Das war dann aber doch ein wenig zu früh, und Thomas nutzte die Zeit, um schnell noch mal eben ..., ach, ihr wisst schon! Ich hielt so lange ‚die Stellung’, zwar im Schatten, aber motiviert durch die Musik, den Einpeitscher am Mikrofon und diverse Netztrikots und Tüllröckchen. Irgendwann starteten dann die Handbiker, dann die Lizenzmänner, dann die Lizenzfrauen, dann schlief mein linker Fuß ein, dann der rote Starterblock, und plötzlich ging es dann auch für uns los!

Die leichte Steigung auf die Deutzer Brücke war kaum zu spüren, und schon ging es ziemlich rasant in die Innenstadt, ein paar Kurven weiter waren wir schon am Rudolfplatz und es ging über die südlichen Ringe wieder Richtung Rhein, dann nach Süden, wieder zurück an die Ringe, Ausfallschritt nach Südwesten, wieder an die Ringe, Linksschwenk nach Westen, wieder zurück an die Ringe, und trotz einiger Ortskenntnisse wusste ich nie wirklich, wo wir uns gerade befanden, Thomas schon eher, irgendwann rief er mir was von „57 Minuten für die Hälfte!“ zu, was mir doch zu denken gab, denn wir hatten uns fest vorgenommen, bei diesem Traumwetter unter 2 Stunden zu bleiben. Nun ja, mit Kurven hatten wir ja gerechnet, aber die ständigen Belagwechsel und vor allem die Dichte der Teilnehmer machte uns schon etwas mehr zu schaffen, als ich das vorgesehen hatte...
Steffi hatte uns an verschiedenen Stellen aufgelauert und ein paar Fotos sowie ein Video geschossen, wobei mir immer noch nicht klar ist, wie sie uns im ‚Kampfgetümmel’ überhaupt ausmachen konnte. Tolle Leistung, ehrlich! Dann kam irgendwann die Venloer Straße, angekündigt mit ‚ein paar Bereiche Betonpflaster’, aus ein paar wurden dann sechs oder sieben, der längste zog sich hunderte Meter (mindestens) und machte Gummi aus meinen Beinen, das war dann der Zeitpunkt, wo ich mir sagte, "ok, du bist schön flott gefahren, hast Spaß gehabt und schönes Wetter, aber jetzt reicht’s!" oder zumindest gehofft hatte, Thomas müsste vielleicht mal müssen wollen, aber nichts da, nachdem ich Thomas ein wenig gedrosselt hatte und mich bei ihm einhaken durfte ging es nahezu gleichschnell weiter, und dann war mein Todpunkt auch irgendwann überwunden, unsere Zweierkette stabilisierte sich so, dass auch Unebenheiten und Kurven prima überwunden wurden. Super!

Dachte ich, da waren wir ja auch noch nicht an der Deutzer Brücke, wo wir die rasante Anfangsabfahrt ja wieder hochklimmen mussten. Das wurde dann richtig hart, Thomas schien irgendwie unbeeindruckt und kachelte an allem vorbei mit mir im Schlepptau „bergauf“. Als ich dann dachte, mir würden sofort beide Beine abfallen und ich die Zeugnisse unbeschreiblicher Szenen in Form von mit Lebensmittelteilen gespickten Flecken auf dem rauen Asphalt sah, kam ein rettender Zuruf von links: „Los jetzt, nur noch 50 Meter!“ An 50m sollte die Sache nicht scheitern, das wäre mir peinlich gewesen, und dann waren wir ‚oben’, und dann ganz schnell wieder unten und schon über die Zeitmessmatten und ... DA! Ehrlich, der Zieleinlauf kam so plötzlich, das konnte man gar nicht richtig genießen. Dafür aber die Fressmeile im Zielauslauf, die einiges zu bieten hatte.

Ach ja, die Zeit hat dann auch noch gestimmt, mit 1:48undirgendwas, siehe Tabelle, waren wir dann doch sehr zufrieden, Köln bei schönem Spätsommerwetter ist ein Skater-Gedicht. Beendeten wir den Mittelrheinmarathon noch am Ende des 2ten Drittels aller Starter sind wir hier sogar grob nach der Hälfte des Starterfeldes ins Ziel gerauscht. Natürlich eine deutliche Verbesserung...

Und die Sucht nimmt zu: ChampionChip behalten, Mittelrheinmarathon 2007 gebucht, und Thomas murmelt dauernd was von: „Berlin, Berlin, wir fahren in Berlin“ ...

 


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Ergebnisse:

Platz

AK

Startnr.

 

Name

AK

Verein

Halb

Brutto

Netto

699

(70)

8434

IM

Haas, Thomas

HK

BSG LVermA NRW

00:50:07

01:44:47

01:42:57

248

(48)

8433

IM

Haas, Stephanie

HK

BSG LVermA NRW

00:50:06

01:44:48

01:42:57

249

(35)

8432

IM

Rönfeld, Janine

30

BSG LVermA NRW

00:50:10

01:44:48

01:42:57

700

(91)

8431

IM

Wüstlich, Bernd

45

BSG LVermA NRW

00:50:12

01:44:48

01:42:59

... weitere Bilder

 

Persönliche Eindrücke von unserem ersten Inline-Marathon

Autor: Bernd Wüstlich

Eigentlich musste es der reine Horror werden. Zuerst wusste ich nur die Startzeit: 7:30 Uhr an einem Sonntag. Das hat mich schon 'ein wenig irritiert'. Die nächste Information war dann: "Sonderzug 6:10 Uhr ab Koblenz" (ziemlich früh, oder?). Erst langsam dämmerte mir, dass ich ja irgendwie nach Koblenz kommen musste, und dann kam es Schlag auf Schlag: "Wir holen Dich um 4:45 Uhr zu Hause ab!", sprach 'mein Team', und dann fiel es mir wie Schuppen aus den Augen: Das heißt ja spätestens um 4:15 Uhr aufstehen! Ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht den Genfer Konventionen entspricht. Wer war nur auf die glorreiche Idee gekommen? Ich wahrscheinlich, aber ich würde es rundweg abstreiten.

Nun gut, der Tag (mehr Nacht als Tag) kam und irgendwie saßen wir vier (Janine, Stephanie, Thomas und ich) noch vor 5 Uhr im Auto und fuhren mutterseelenallein gen Süden. Der Parkplatz war schnell gefunden und schon ging es weiter mit dem Shuttlebus zum Bahnhof Koblenz. Dort angekommen stellten wir fest, dass wir doch nicht die einzigen Verrückten waren, im Gegenteil, der Bahnhof füllte sich zunehmend, und dann hieß es, der Zug stünde schon in Gleis 1, ca. 1000 mehr oder minder wache Skater trabten die Treppe hoch und sammelten sich auf dem (leeren) Bahnsteig, um dort nach etwa 5 Minuten zu erfahren, dass wohl doch Gleis 4 das richtige wäre. Also alles retour, und tatsächlich stand da der Zug, der auch zügig besetzt wurde. Etwa eine halbe Stunde und ein paar müde Witze später hielt der Zug in Oberwesel, und so langsam kam auch mein Kreislauf in Schwung...

Mittlerweile war es 7 Uhr, ich konnte schon vollständige Sätze artikulieren und reagierte schon auf gezielte Anreden. Auch motorisch war ich schon in der Lage, mich aus meinem Sportanzug zu befreien und sowohl Skates als auch die Schutzausrüstung an den richtigen Stellen meines Körpers zu montieren. Die (für mich) angenehm kühle Luft und das emsige Treiben der rund 1500 Teilnehmer taten ein Übriges, pünktlich um 7:25 Uhr befand ich mich im Vollbesitz meiner geistigen und körperlichen Fähigkeiten (bitte keine Kommentare). Zu diesem Zeitpunkt befanden wir uns im Startblock C (das ist da, wo man das Schild mit Block B lesen kann, warum, weiß ich nicht).

Der Start war aus unserer Position heraus ziemlich unspektakulär, als man dann aber die Spitzengruppe im D-Zug-Tempo am Rhein entlang rasen sehen konnte, das hat mich schon ganz schön beeindruckt. Wir liefen also im Schneckentempo auf die Zeitmessmatten zu, irgendwie war ich dann erster des Teams und schon ging die Post ab! Die ersten Kilometer liefen (bei mir) schon fast im Rausch ab, Thomas erzählte irgendwelche Kilometerzeiten, die ich aber nicht wirklich registrierte, und dann sah ich bewusst das erste Kilometerschild, da stand tatsächlich 6 drauf. Weil wir abgesprochen hatten, im Rhythmus von 5 km zu wechseln fuhr ich bei nächster Gelegenheit rechts raus und sortierte mich nach Janine als vierter wieder ein, wobei unser Viererteam mittlerweile um etliche Mitfahrer angewachsen war.

Ab jetzt kann ich nur noch punktuell vom Verlauf des Rennens berichten, das Meiste ist ähnlich wie die Kilometer an mir vorbei geflogen. Thomas kam nach einiger Zeit mal nach hinten und sortierte sich vor mir ein, was ich ganz praktisch fand, da ich hierdurch etwas mehr Windschatten hatte, während nun Stephanie führte. Zum Tempo allgemein kann ich nur sagen, ich fand es enorm, ein ähnliches Tempo hatten wir in den Trainingsläufen nur ein Mal erreicht, und ich war mir sicher, dass sich das bald ändern würde...

Tat es aber nicht, mittlerweile hatten wir ein oder zwei Steigungen hinter uns, Thomas war wieder vorne machte weiterhin Dampf. In der mittlerweile eingespielten Reihenfolge (Thomas, Stephanie, Janine, ich) flogen wir durch Boppard, ein Versorgungsstand jagte den nächsten, ein paar Ortsdurchfahrten und Blaskapellen später stand da tatsächlich ein Ortsschild mit der Aufschrift Koblenz. Ich stellte das mit großer Erleichterung fest, denn mittlerweile wurden meine Beine schwerer und schwerer, auch Janine machte das (für unsere bescheidenen Verhältnisse) enorme Tempo zunehmend zu schaffen. Eine letzte Steigung, die mir fast den Mut nahm (die Profis sprechen da von Wellen, für mich war’s fast ein Berg) wurde irgendwie überwunden und dann ging es leicht bergab nach Koblenz rein.

In der Innenstadt gab es dann nur noch zwei Kurven, um wieder an das Rheinufer zu kommen, wovon mir vor allem die erste (eine Rechtskurve nach Einengung durch eine Verkehrsinsel) noch etwas in Gedächtnis haften blieb. Wegen der vielen Achtung-Rufe hatten wir uns aufgefächert und das Tempo verringert; ich natürlich nicht, ich wollte das Tempo mit durch die Kurve nehmen, deshalb hatte ich auch die weniger frequentierte Außenbahn gewählt, hätte auch wunderbar geklappt, als plötzlich ein Pärchen direkt innen vor mir nähere Bekanntschaft mit dem rauen Bodenbelag machte und mich zwang, gaaanz links außen drum herum zu fahren, und da ging mir bei dem Tempo in der Kurve einfach die Straße aus und ich touchierte heftig die an der Bordsteinkante aufgestellten Begrenzungen. Zum Glück konnte ich mich auf den Füßen halten und nach einer halben Drehung stand ich fast wieder in Fahrtrichtung, also fuhr ich bei der Gelegenheit gleich weiter. Hier muss ich ‚meinem Team’, das die unfreiwillige Stunteinlage registriert hatte, noch mal danken, denn es gab mir die Möglichkeit, wieder aufzuschließen, so dass wir wie gewünscht als Team ins Ziel kamen.

Als ich nach großem Jubel hinter der Zeitmessmatte mehr zufällig auf die Uhr schaute, war es gerade mal 9:17 Uhr. Nach einigen Kopfrechenübungen (Abschläge von Brutto- auf Nettozeit, meine Uhr geht immer 2 Minuten vor) schwebte plötzlich ein Laufzeit von um die 1 Stunde 45 Minuten vor meinem geistigen Auge, was etwa 30 Minuten weniger waren als in meinen bisherigen Hochrechnungen und immer noch 15 Minuten schneller als unser (heimlicher) Wunsch, unter 2 Stunden zu fahren.

Tatsächlich wurde es dann eine Nettozeit von 1 Stunde 43 Minuten, ich war so begeistert, dass mich selbst meine Platzierung (Platz 700 von 989 Männern) nicht mehr wirklich beruhigen konnte. Das erreichte Ergebnis in Verbindung mit der wirklich hervorragenden Organisation und natürlich der Zusammenhalt des Teams („Das sieht ja aus wie Eisschnelllauf“) machten den zugegeben frühen Sonntagmorgen zum einmaligen Erlebnis.

 

 

 

Stand: 02.02.2016

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